Westeuropa
Frankreich
In Frankreich tritt der Weihnachtsmann in einem roten Gewand mit Zipfelmütze auf, hat einen Korb auf dem Rücken in dem er
die Geschenke trägt und wird Père Noël genannt. Der Nikolaus erscheint in manchen Gegenden mit einem schwarzgekleideten Helfer.
In Frankreich stellen die Kinder auch ihre Schuhe vor die Tür, und lassen sie mit Geschenken füllen.
Belgien und Niederlande
In Belgien und den Niederlanden ist der Nikolausabend wichtiger als der Weihnachtsabend. Es kommt der Nikolaus mit Namen
Sinterklaas mit einem in schwarz gekleideten Helfer, der Swarte Piet, also Schwarzer Peter genannt wird. Sinterklaas trägt
einen Bischofshut und stützt sich beim Gehen auf einen krummen Stab. Er lebt laut Legende das ganze Jahr über in Spanien und
fährt dann im November mit einem Dampfschiff in die Niederlande. In vielen Orten wird das als Geschichte nachgespielt.
Die Kinder stellen dann am Abend ihre Schuhe vor die Tür, die dann am nächsten Tag mit Süßigkeiten gefüllt sind.
Der Weihnachtsabend wird dagegen in den Niederlanden erst seit ein paar Jahren auch mit einem Weihnachtsmann gefeiert.
Dieser Tag gilt aber nicht wie der Nikolaustag, in Belgien am 6.Dezember, in den Niederlanden am 5. Dezember,
als Geschenketag sondern hauptsächlich als religiöser Feiertag am 25.Dezember.
Großbritannien und Irland
Die weihnachtlichen Traditionen wurden hier von den ehemaligen Kolonien in Nordamerika, Australien und Neuseeland übernommen.
Der Weihnachtsmann wird Father Christmas genannt und legt am Heiligabend die Geschenke unter den Weihnachtsbaum.
Der Weihnachtstag wird mit Freunden und Familie mit einem üppigen Festmahl begangen. Außerdem wird die Weihnachtsansprache
der Königin im Fernsehen angeschaut und auch sonst sitzen viele Familien um die Weihnachtszeit viel vor dem Fernseher.
Auch die Radiosendung Nine Lessons and Carols die jährlich am nachmittag aus dem King´s College aus Cambridge übertragen
wird ist sehr beliebt, weswegen sie sich von vielen Familien angehört werden. Am 26. Dezember wird dann in Großbritanien
der Boxing Day und in Irland der St.Stephans Day gefeiert. Beide haben ihren Ursprung im Fest des heiligen Stephanus.
Schweden
In Schweden feiert man Weihnachten schon am Heiligabend also am 24. Dezember. An diesem Abend bringt der Weihnachtsmann
die Geschenke. Am nächsten Morgen wird dann oft die Frühmesse in der Kirche besucht. Weihnachten wird aber schon mit der
Adventszeit und dem Fest der heiligen Lucia am 13. Dezember celebriert. Am 24. Dezember gibt es dann auch ein großes
weihnachtliches Festmahl, dem "Smörgasbord" , "Julbord" und dem "julskinka" mit der Familie. Das "Julbord" kann man aber
auch schon in der Adventszeit in fast jedem Restaurant bestellen. Traditionell laden auch viele Firmen ihre Angestellten in
dieser Zeit zum "Julbord" Essen ein. Typisch schwedisch zu Weihnachten ist auch ein Glühwein mit Beeren und Mandeln der Glögg
genannt wird. Dieser wird aber auch in anderen skandinavischen Ländern getrunken.
Norwegen
In Norwegen gibt es, wie in Schweden auch das traditionelle "Julebord" Essen, zu dem oft Firmen ihre Angestellten in der
Vorweihnachtszeit einladen. Der Heiligabend ist in Norwegen ein Arbeitstag, aber die Geschäfte schließen früh. Die Menschen
gehen dann nach Hause und genießen ein traditionelles Weihnachtsessen das aus Schweine- oder Lammrippchen mit Kartoffeln,
Sauerkraut und Steckrüben besteht. Außerdem wird von den meisten Familien das tschechische Märchen `Drei Haselnüsse für
Aschenbrödel` geschaut um in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen. Dann kommt der "Julenissen" und legt die Geschenke
unter den Weihnachtsbaum die dann von dem jüngsten Familienmitglied verteilt werden. Zum Abschluß besuchen viele Norweger die
abendlichen Gottesdienste. Am 26. Dezember besucht man dann Bars und das Kino. Die Kinder verkleiden sich dagegen als "Julebukk"
und ziehen von Haus zu Haus um von deren Bewohnern Bonbons zu verlangen. Offizielles Ende der Weihnachtszeit ist der 6. Januar.